Alle Berliner Kindertagesstätten müssen sich bis 2015 extern evaluieren lassen, so schreibt es die Qualitätsvereinbarung Tagesstätten, kurz QVTAG, vor. Die Evaluation dient der "Reflexion der fachlichen Arbeit und erlauben Aussagen zum Stand und Entwicklungsbedarf des Leistungsangebotes. Ihre Ergebnisse helfen den Kitas, ihre fachliche Entwicklung zielgerichtet voranzutreiben. Sie fördern die fachliche Kommunikation, geben Hinweise auf den bestehenden Unterstützungsbedarf und dienen der Planung entsprechender Maßnahmen."
Die erste externe Evaluation fand in unseren Pankower KiTas (Kleine Leute ganz groß und Mondschaukel) mit einem sehr guten Ergebnis statt.
Die Aufgabe der externen Evaluatorin ist es,
- den Kitas eine fachlich begründete Fremdeinschätzung über die erreichte Qualität zu geben,
- die bisher erreichte Qualität wertzuschätzen,
- durch konstruktive Bewertung Stand und Entwicklungsnotwendigkeiten zu benennen,
- konkrete Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Qualität unter den jeweils gegebenen Voraussetzungen zu geben.
Konkret wurden in den Pankower KiTas folgende Arbeitsbereiche evaluiert:
Aufgabenbereich 6
Eltern und Erzieherinnen sind Partner in der Betreuung, Bildung und Erziehung
der Kinder
Aufgabenbereich 7
Die Kita erleichtert den Kindern den Übergang in die Grundschule
Aufgabenbereich 8
Das Team gestaltet die Zusammenarbeit und die Kommunikation in der
Kindertagesstätte nach demokratischen Grundprinzipien
Es wurde von der Evaluatorin fachlich eingeschätzt, dass die ErzieherInnen die Ziele dieser genannten Arbeitsbereiche des Berliner Bildungsprogramms hervorragend umsetzen. Vor allem ist hervorzuheben, dass die ErzieherInnen nicht nur einen sehr guten Blick für die Kinder, sondern auch für die Belange der Eltern haben.
Für die ErzieherInnen und den Verein ist es wichtig, dass sich nicht ausgeruht wird. Alle sind sich einig diesen Qualitätsstandard zu halten bzw. weiter an der Verbesserung der Qualität zu arbeiten .
So ist vom Verein geplant, alle ErzieherInnen, die die Rolle der KiTa-Leiterin inne haben, zu qualifiziert. Wir sehen darin die Notwendigkeit, weil die Leitung auf der einen Seite als Erzieher-KollegIn und auf der anderen Seite in der Rolle der KiTa-LeiterIn fungieren muss. In der Praxis kommt es dadurch oft zu einer Dilemma-Situation, die nur mit Hilfe von gut ausgebildeten KollegInnen bewältigt werden kann. Dies ist objektiv der Struktur von kleinen KiTas geschuldet.
In der Ausbildung muss es also unbedingt darum gehen, eine Haltung für die Rolle der KiTa-Leitung zu entwickeln. KiTa-Leitung bedeutet, für das Team die Lotsin auf dem Schiff zu sein, die durch die unterschiedlichsten Gewässer führt. Diese Rolle bzw. diese Erwartung muss allerdings angenommen und durch die Rolleninhaberin selber akzeptiert werden. Wir danken für das Vertrauen. Es ist versprochen: Wir bleiben weiter dran!